Einen Steinwurf von Prince Edward Island entfernt liegt das Städtchen Moncton. Okay, es sind ca. 1.5 Stunden zu fahren, aber für kanadische Verhältnisse ist das ums Eck. Moncton ist die heimliche Hauptstadt von New Brunswick und ich habe bisher über diese gemütliche Kleinstadt NICHTS gehört, geschweige denn jemals irgendetwas davon gelesen. Genau aus diesem Grund haben wir sie besucht. Auf Google Maps entdeckte ich diesen Flecken Erde, der uns total positiv überrascht hat.
Wir haben ein paar schöne Ausflüge unternommen, ich habe meinen eigenen Strand hier kennengelernt und, oh my God, es gibt hier einen absolut magischen Ort, der gegen jedes physikalische Gesetz dieser Erde verstösst.
Dieser Beitrag macht mir gerade deshalb doppelt Spass, denn er bringt dich hoffentlich einem Ort näher, an den du sonst niemals gekommen wärst. Oder nur durch Zufall, so wie wir. Daher wünsche ich dir viel Spass beim Lesen und gute Inspirationen.
01. Von der Insel direkt nach Moncton City in New Brunswick

Nachdem wir ein paar traumhafte Tage auf Prince Edward Island verbracht haben, machen wir uns auf gen Süden und fahren über die 12.9 km lange Confederation Bridge direkt nach New Brunswick. New Brunswick heisst übrigens zu Deutsch „Neu-Braunschweig“, aber das nur am Rande. Zurück zu Moncton, wo wir uns ein Airbnb unnah des Stadtzentrums gemietet haben.
In Moncton leben ca. 102.682 Menschen in 2026. Das sind ungefähr 20% mehr als in der Hauptstadt Fredericton. Uns fällt auf, dass hier deutlich mehr auf Französisch angeschrieben ist als in Nova Scotia und PEI. Das rührt daher, dass New Brunswick die einzige zweisprachige Provinz in Kanada ist.
Die Stadt selbst wirkt zunächst trostlos und verlassen. Wir kommen an einem Mittwochnachmittag an und es regnet. Es gibt bzw. gab hier viel Industrie und auch Militär. Beides verschwand aber bereits in den 80ern. Daher findet man heute hier noch einige leerstehende Gebäude und Hallen. Das trübt allerdings das Stadtbild keineswegs. Viel Street Art schmückt die typischen nordamerikanischen Strassenverläufe. Hier kauft man eben wie überall in Nordamerika in Malls ein, die ausserhalb des Zentrums liegen. Laufkundschaft gibt es wenig.
Dennoch hat die Stadt ihren Charme. Mit bunten Häusern und regenbogenfarbenen Zebrastreifen werden künstlerisch Happiness und Freude ins Stadtbild gebracht. Während unseres Aufenthalts entdecken wir zudem einige spannende Plätze. Der Erste ist in Moncton selbst und die Dame im Visitor Centre erzählt uns davon.
02. Tidal Bore | Wenn der Schokoladenfluss rückwärts fliesst

Ich weiss, ich weiss, diese Überschrift muss erklärt werden. Moncton liegt am Petitcodiac River. Dieser bezieht sein Wasser aus der Bay of Fundy, die wiederum die grössten Gezeitenänderungen der Welt hat. Das ist der Grund, weshalb der Petitcodiac River seinen Wasserstand jeden Tag von fast null bei Ebbe bis zu mehreren Metern bei Flut ändert.
Das das Flussbett komplett schlammig ist, wird er liebevoll Chocolate River genannt, also Schokoladenfluss. Und nun kommt der spannende Fakt, den ich so noch nirgends sonst gesehen habe. Zweimal am Tag nämlich ändert dieser grosse und breite Fluss seine Flussrichtung. Fliesst er am Morgen von links nach rechts, kann das am Nachmittag bereits andersrum sein. Doch wie passiert das?
Die Tidal Bore ist eine Welle, die sich zweimal am Tag den Petitcodiac River hinaufschiebt. Wir hören von dem Spektakel und im Moncton Bore Park kannst du auf einer Tafel die Zeiten einsehen, zu denen dieses Spektakel täglich stattfindet. Online gibt es ebenfalls die Möglichkeit unter moncton.ca. Es ist jeden Tag natürlich zu anderen Zeiten und du solltest auch mindestens 30 Minuten früher da sein, da die Welle natürlich nicht der Uhr folgt.
Die Welle selbst ist nur wenige cm bis ca. 75 cm hoch. Letzteres bei Vollmond, da dann die Gezeitenänderung am grössten ist. Wir hatten eine deutlich höhere Welle erwartet, da man uns im Visitor Centre von einem Weltrekord erzählt hat, den ein Surfer vor ein paar Jahren aufgestellt hat. Er ist 29km auf dieser Welle gesurft.
Im Video siehst du, dass die Welle selbst eher bescheiden klein ist. Dennoch sind es 170 Milliarden Tonnen Wasser, die hier zweimal täglich bewegt werden. Eine unglaubliche Menge. Wenn die Welle eintrifft, füllt sich das Flussbett innerhalb von 2 Stunden vollständig mit Wasser und wird zu einem grossen Strom. Die Wasserrichtung ändert sich dadurch, dass das Wasser jetzt nicht mehr in Richtung Meer fliesst, sondern entgegengesetzt. Das war für mich das eigentliche Schauspiel. Man sieht nämlich zuvor deutlich, dass er von rechts nach links fliesst und nach dieser winzigen Welle ist es genau umgekehrt.
Es gibt in Moncton Hotels, die tatsächlich über das ganze Jahr Zimmerbuchungen bekommen, nur weil Leute dieses Schauspiel sehen möchten. Aber wenn du in New Brunswick bist, dann ist ein Abstecher nach Moncton wirklich lohnenswert.
03. Ausflug nach Shediac und Bouctouche | Riesenhummer, bunte Häuschen und ein geheimer Garten

Etwa 30 Autominuten nördlich von Moncton liegt das malerische und sehr touristische Örtchen Shediac. Hier beginnt die akadische Küste am Sankt-Lorenz-Golf. Die Akadier sind übrigens die französischen Siedler, die sich im 17. Jahrhundert nach Kanada begeben haben. Ihre Flagge ist die französische Flagge mit einem gelben Stern.
Shediac ist die Hummerhauptstadt der Welt und damit das auch nicht übersehen wird, gibt es hier den Riesenhummer zu bestaunen. Für schlappe 170’000 Dollar wurde dieser 80 Tonnen schwere Hummer an der Hauptstrasse errichtet. Die Kids haben ihren Spass und klettern die vielen Stufen bis nach oben. Den Ort selbst schauen wir nicht an, da er hauptsächlich aus Hummerrestaurants besteht. Wir werden am Abend bei einem Koreaner eine leckere Suppe essen, die natürlich auch frischen Hummer enthält.
Direkt neben dem Riesenhummer liegt der Rotary Park, der viele nette Shops und Boutiquen hat. Wir decken uns mit Souvenirs ein und geniessen noch ein wenig die Aussicht hinter den Shops, auf die Northumberland Strait, die Meeresstrasse zwischen Prince Edward Island und New Brunswick.
Nach dem Mittag sind wir nach Bouctouche gefahren, nochmal ca. 30 Minuten nördlich von Shediac. In diesem kleinen Örtchen am Black River gibt es das Irving Arboretum. Es ist ein riesiger Garten mit über 5’000 Bäumen aus allen nördlichen Klimazonen der Welt. Wir geniessen den Wald und laufen auf einem gut ausgebauten Weg runter zum Black River. Dort führt ein abenteuerlicher Holzsteg über den Fluss. Da gerade Ebbe ist, stört uns der eher wackelige und baufällige Steg nicht. Zurück im Garten geniessen wir die frische kanadische Luft und die vielen vielen Bäume, die wir hier in Malta nicht haben.
Es gibt hier noch eine kleine Steinkapelle im Stil einer schottischen Dorfkirche, die wir aber rechts liegen lassen. Denn wir essen zu Abend bei einem Koreaner in Shediac. Das ist einer hungrigen Familie in dem Fall wichtiger. Zurück in Moncton schauen wir uns noch den neuen Moana-Film an. Die Kids lieben Moana und die Version mit Schauspielern haben sie noch nicht gesehen.
04. Magnetic Hill | Der Hügel, der die Schwerkraft austrickst



Dieser Ort im schönen Moncton ist wahrscheinlich der magischste Ort, den ich je besucht habe. Daher muss ich ihn hier in meinem New Brunswick Reisebericht erwähnen, denn wenn ich zurückdenke an diesen Ort, bin ich nach wie vor gleichermassen erstaunt. Und ich wette, du hast von diesem Ort ebenfalls noch nicht gehört.
Die Rede ist von Magnetic Hill, einem Ort, an dem tatsächlich dein Auto rückwärts den Hügel hochrollt. Jedes physikalische Gesetz verbietet das, aber genau hier passiert es so. Und ich habe es getestet, weil ich es nicht glauben wollte. Wenn du Magnetic Hill rauf fährst, dann kommst du direkt neben dem Zoo an eine kleine Schranke. Dort zahlst du 10 CAD, also ca. 6 EUR (in 2026). Dafür ist dann alles geregelt. Ansonsten wären hier sicher Unfälle am laufenden Band.
Als wir dort sind, ist allerdings nichts los und wir können sofort runter in die Senke fahren. Dort ist eine weisse Markierung, an der wir anhalten. Jetzt schalte ich in den Leerlauf, löse die Handbremse und gehe vom Bremspedal runter. Es passiert das Unglaubliche. Das Auto beginnt rückwärts wieder Richtung Schranke zu rollen. Berghoch!
An diesem Ort sind die Bauern in der Vergangenheit verrückt geworden. Ihre Karren sind wie von Geisterhand alleine losgerollt. Niemand konnte sich daraus einen Reim machen. Und auch ich finde es sensationell. Hier ist nichts künstlich angelegt. Es ist alles von der Natur so entstanden. Lediglich der Feldweg wurde mittlerweile geteert.
Spoiler Alert und die Physik dahinter:
Als Ingenieur akzeptiere ich natürlich diese Magie nicht. Eine physikalische Erklärung muss her, sonst kann ich nachts nicht schlafen. Was genau passiert auf Magnetic Hill? Warum rollt das Auto bergauf?
Dein Gehirn orientiert sich bei seiner Wahrnehmung viel lieber an der Umgebung, als an deinem Innenohr und deinem Gleichgewichtssinn. Es möchte bekannte Strukturen und in dem Fall eine bekannte Landschaft als Realität wahrnehmen. Eine Strasse, die bergrunter führt, mit Bäumen und Sträuchern, die genau ins Bild passen.
Die Natur hat die Landschaft um Magnetic Hill so angelegt, dass es nicht auffällt, dass du tatsächlich ganz leicht bergauf fährst und nicht bergab, wenn du zu der Senke fährst. Diese Senke ist in der Tat eher ein ganz kleiner Hügel. Genau an der weissen Markierung ist der höchste Punkt. Lässt du jetzt das Auto rollen, rollt es rückwärts langsam wieder runter zum Startpunkt.
Würdest du neben dem Auto Wasser ausschütten, würde es ebenfalls bergrunter zum Startpunkt laufen. Es ist natürlich eine optische Täuschung. Da du kurz Gas gibst und die Steigung so minimal ist, bewegt sich das Auto bergauf Richtung Markierung. Das fällt dir gar nicht auf in dem Moment. ie Illusion ist perfekt.
Wir sind danach sogar beim Startpunkt ausgestiegen und nicht mal dann siehst du, dass die Strasse eigentlich bergauf führt. Es ist ein ganz komisches Gefühl. Trotz physikalischer Erklärung ein wenig magisch.
Dieser Ort war definitiv ein Highlight, als wir Moncton mit Familie besucht haben. Allerdings gibt es hier noch viel mehr zu erleben, wie im nachfolgenden Abschnitt erwähnt.
05. Magnetic Hill Zoo und Boardwalk | Ein Tag für die Kinder

Im Magnetic Hill Zoo und auf dem angrenzenden Boardwalk mit Go-Karts und Schmetterlingshaus kannst du locker und leicht einen ganzen Tag verbringen. Wir waren gute 6 Stunden hier unterwegs insgesamt und hatten viel Kurzweil und Action.
Magnetic Hill Zoo ist der grösste Zoo im atlantischen Kanada. Das sind die vier Provinzen New Brunswick, Nova Scotia, Prince Edward Island und Newfoundland und Labrador. Der Zoo beherbergt über 400 Tiere, von afrikanischen Löwen bis hin zu Reptilien und einheimischen Tieren wie Rehen und Bären.
Der Zoo war einst eine Farm und ein Sanctuary für verletzte einheimische Tiere. Im Jahr 1979 übernahm die Stadt Moncton diese Farm und kaufte exotische Tiere dazu, um daraus einen Zoo zu gründen. Die Gehege und Käfige, in denen die Tiere gehalten sind, sehen üppig und natürlich aus. Er macht einen guten Eindruck und es wird sich hier auch weiterhin um verletzte Tiere gekümmert.
So lernen wir hier Sherman kennen, eine afrikanische Spornschildkröte, die im Rollstuhl sitzt. Na ja, vielmehr hat sie links und rechts zwei Räder, die ihr beim Laufen helfen. Sherman hatte 2019 eine Art Tumor an der Wirbelsäule und kann seitdem die Hinterbeine nicht mehr bewegen. Der Zoo bekam Sherman aus Ontario und kümmerte sich um die damals bereits 24-jährige Schildkröte.
Gerade für unsere Kids war das sehr spannend und lehrreich. Sie haben zuvor nie ein behindertes Tier gesehen. Sherman machte einen guten und zufriedenen Eindruck und die Kids bewunderten ihn, wie happy er sich durchs Gras robbte.
🐯 Magnetic Hill Zoo | Der grösste Zoo im atlantischen Kanada
- Lage: 125 Magic Mountain Rd, Moncton, New Brunswick, Kanada, direkt neben Magnetic Hill
- Besonderheit: 1953 als Auffangstation für verletzte heimische Tiere gegründet, heute über 75 heimische und exotische Arten auf 16 Hektar, Mitglied der Zooverbände CAZA und WAZA
- Öffnungszeiten (2026): Ganzjährig mit wechselnden Zeiten, im Sommer vom 16. Mai bis 7. September täglich 9 bis 17 Uhr, vom 8. September bis 31. Oktober 10 bis 16 Uhr
- Eintritt (Sommer 2026): Erwachsene 21 CAD, Jugendliche von 13 bis 18 und Senioren ab 60 Jahren 20 CAD, Kinder von 3 bis 12 Jahren 18 CAD, Kinder bis 2 Jahre gratis. In der Nebensaison günstiger
- Highlights: Löwen, Amurtiger, Jaguare, Lemuren und Gibbons, dazu Sherman, die Schildkröte mit dem eigenen Rollstuhl
- Tipp: Tickets online kaufen, an der Kasse vor Ort kommen 5% Servicegebühr dazu. Gut kombinierbar mit Magnetic Hill und Butterfly World
- Website: zoodemagnetichillzoo.ca
The Boardwalk und Butterfly World

Nur ein paar Minuten vom Zoo entfernt, an der Mountain Road, liegen „The Boardwalk“ sowie das Schmetterlingshaus. Für mich ist es wie ein kleiner Freizeitpark. Wir schauen uns zuerst das Schmetterlingshaus an. Das kostet ein paar Dollar Eintritt und von aussen sieht es auch echt klein aus. Drinnen allerdings fliegen Hunderte Schmetterlinge umher, die du selbst mit Orangen und Melonen füttern darfst.
Die Butterfly World beherbergt viele tropische Schmetterlinge wie blaue Morphofalter, Zebrafalter und asiatische Kometenfalter. Wenn du still hältst, landen diese gerne auf dir und leisten dir für einen kurzen Moment Gesellschaft. Es gibt auch einen kleinen Kasten mit Puppen darin und du kannst hautnah mitverfolgen, wie Schmetterlinge schlüpfen. Das war ein spezieller Moment für unsere Kids.
Draussen auf dem Boardwalk startet dann die wirkliche Action. Es gibt sogenannte Bumper Boats, also wie Autoscooter auf dem Wasser, und eine grosse Go-Kart-Bahn. Die ist cool und wir fahren alle zusammen eine Runde. Unsere Kleine fährt bei mir im Auto mit. Mami und die Grössere fahren jeweils im eigenen Auto. Diese Runden mit den Go-Karts bleiben uns noch lange in Erinnerung. Es war ein Riesenspass für uns alle.
Magnetic Hill ist ein Muss, wenn du Moncton mit Familie besuchst.
06. Hopewell Rocks | Spazieren auf dem Meeresboden

Etwa 40 km südlich von Moncton liegt ein Ort, der am eindrucksvollsten die Gezeitenunterschiede der Bay of Fundy zeigt. Es ist Hopewell Rocks. Hier kannst du über eine dreistöckige Treppe runter auf den Meeresboden laufen. Selbstverständlich ist das nur bei Ebbe möglich. Da wir in Kanada oft in den Tag hineingelebt haben und die Gegend einfach neugierig erkundet haben, haben wir vorher die Gezeitenzeiten (welche ein tolles Wort) nicht geprüft. Wir sind einfach hingefahren und losgelaufen.
Umso schöner war, dass wir pünktlich bei Ebbe, also Niedrigstand des Wassers, ankamen und tatsächlich bis auf den Meeresboden laufen konnten. Das war ein cooles Gefühl. Denn bei Flut steht das Wasser hier bis zu 16 m höher. Das heisst Treppe und viele der Steine und Felsen, die wir gesehen haben, sind dann unter Wasser.
Auch die Bay of Fundy sieht an diesen Stellen einfach nur schokoladig braun aus. Es ist schlammiges Wasser und wir sehen sogar ein paar Kajaks, die auf dieser Schokolade ihre Runden drehen.
Eine Mi’kmaq-Legende besagt, dass die Felsen einst von Walen angefriffene Indianer waren. Mi’kmaq sind die First Nation von Kanada, also sozusagen die Ureinwohner und Menschen, die zuerst hier waren.
Wenn du länger in der Gegend bist, dann kannst du übrigens nicht nur den ganzen Tag im Park bleiben, sondern dein Ticket gilt ebenfalls für den nächsten Tag. Das ist perfekt, um sowohl Ebbe als auch Flut hier zu sehen. Da es sich um einen Provincial Park handelt und nicht um einen Nationalpark, mussten wir hier Eintritt zahlen. Das waren ca. 30 EUR als Familie.
🌊 Hopewell Rocks | Spazieren auf dem Meeresboden der Bay of Fundy
- Lage: 131 Discovery Rd, Hopewell Cape, New Brunswick, Kanada, rund 40 km südlich von Moncton
- Besonderheit: Provincial Park mit 12 bis 21 Meter hohen Felsformationen aus rotem Sandstein, Gezeitenunterschied von bis zu 16 Metern, höchste Gezeiten der Welt
- Öffnungszeiten (2026): 15. Mai bis 25. Oktober, im Sommer vom 21. Juni bis 29. August täglich 8 bis 20 Uhr, sonst 9 bis 17 bzw. 8 bis 18 Uhr
- Eintritt (2026): Erwachsene 18,15 CAD, Senioren ab 65 und Studenten 15,56 CAD, Kinder von 5 bis 18 Jahren 10,37 CAD, Kinder bis 4 Jahre gratis, Familien 45,37 CAD, jeweils zzgl. 15% Steuer. Das Ticket gilt für zwei aufeinanderfolgende Tage
- Highlights: Bei Ebbe über die Treppe auf den Meeresboden zwischen die Flowerpot Rocks, bei Flut dieselbe Stelle unter Wasser sehen, Ausstellung zu den Gezeiten im Besucherzentrum
- Tipp: Gezeitentabelle vorher prüfen und den Besuch rund um die Ebbe planen. Feste, wasserfeste Schuhe für den schlammigen Meeresboden. Shuttle zur Treppe für 1,74 CAD pro Fahrt, sonst ca. 15 Minuten zu Fuss
- Website: parcsnbparks.ca
07. Dennis Beach | Der schönste Strand der Welt mit dem schönsten Namen der Welt

Mein persönliches Highlight in New Brunswick war der nach mir benannte Strand kurz vor Hopewell Rocks. Dennis Beach! Welch tolle Idee und natürlich haben wir ein paar Stunden an diesem tollen Strand verbracht.
Geplant waren nur ein kurzer Stopp und zwei Fotos. Aber Dennis Beach ist einfach riesig. (Anm. der Redaktion: Bei Ebbe!) Dazu kommt, dass es keinen einfachen Zugang zu meinem Strand gibt. Wenn du vom Parkplatz über einen kleinen Trampelpfad gehst, gelangst du an ein Seil. Haha, ja genau. Es ist ein Seil, an dem du dich festhalten solltest, wenn du den wirklich steilen Weg runter zum Strand laufen willst.
Einen anderen Zugang gibt es nicht. Deshalb ist auch echt wenig hier los. Wir sehen eine Gruppe Jugendlicher, die Beachvolleyball spielt, und ca. 5-6 Surfer. Das wars. Da wir bei Ebbe hier sind, können wir kilometerweit laufen und die gesamte Bucht ist riesig und eröffnet uns einen sehr weitläufigen Blick auf die Bay of Fundy.
Wir suchen uns ein gemütliches Plätzchen im Sand und ich mache mich mit den Kids auf und erkunde den felsigen Teil am südlichen Ende des Strandes. Dort erheben sich riesige rote Felsen, auf die wir gefahrenlos hochklettern können. In der Ferne sehen wir einen kleinen Wasserfall. Da Dennis den Dennis Beach natürlich komplett sehen möchte, laufen wir dorthin. Das Wasser rinnt hier aus dem Wald ins Meer und bei Ebbe entsteht hier der Wasserfall. Er ist nur etwas 3 Meter hoch. Niemand von uns ist tapfer genug, sich komplett unter dieses gefühlt gefrorene Wasser zu stellen.
Dennoch ist der Anblick super und die Abkühlung an diesem eher warmen Tag ebenfalls angenehm. Schliesslich müssen wir wieder barfuss die ca. 1.5 km zurücklaufen *schwitz“. Bei Flut ist der Strand übrigens winzig. Es ist ein kleiner Streifen Sand und du kannst die Steine nicht überwinden. Deshalb lohnt sich hier ein Besuch bei Ebbe. Der Strand gilt übrigens unter Einheimischen als Geheimtipp. Ich habe ihn nur zufällig aufgrund seines, also meines Namens entdeckt.
08. Fundy National Park | Wo der Wald bis ans Meer reicht

Da die Nationalparks in Kanada vom 19. Juni bis zum 7. September gratis sind, fahren wir noch ganz kurz in den Park rein. Wir besuchen zunächst das kleine Örtchen Alma, das noch ausserhalb des Parks liegt. Dort liegen gerade alle Schiffe und Boote auf dem Meeresboden und wir setzen uns in ein leckeres Restaurant, direkt am Wasser. Oder vielmehr dorthin, wo bei Flut dann Wasser ist.
Alma ist ein kleines Fischerdorf und gespickt mit unzähligen Souvenirläden. Wir schnappen uns ein paar Kühlschrankmagnete und entdecken unter den vielen Hummer- und Fisch-Gift-Shops sogar einen Laden, der Elch-Souvenirs anbietet. Das ist das erste Mal, dass es nicht nur um Hummer hier geht. Wenn du Hummer liebst, ist Alma allerdings der perfekte Ort für dich.
Im Funy National Park laufen wir dann zu den Dickson Falls. Dieser Wasserfall ist nicht riesig, aber der Weg dorthin ist wunderbar. Es ist der bekannteste Wasserfall im Funy National Park und zugleich auch der, den du am einfachsten erreichen kannst. Daher ist er ideal für Familien. Ein 1.5 km langer Rundweg bringt dich direkt am Wasserfall vorbei. Entlang der Strecke gibt es viele Infotafeln, die die ca. 30-60 Minuten interessant gestalten, vor allem für die Kids.
Insgesamt war dies ein gelungener Tagesausflug von Moncton mit Familie. Wir haben die letzten 3 Punkte miteinander verknüpft. Sind also von Moncton zuerst zum Dennis Beach, dann zu Hopewell Rocks und dann über Alma zum Fundy National Park.
07. Fazit | Moncton mit Familie und die Bay of Fundy

New Brunswick ist eine wunderschöne und grüne Provinz. Auch Moncton hat uns gut gefallen. Es ist in der Tat nicht die schönste Stadt der Welt und hat mich sehr an Newry in Nordirland erinnert. Aber wir haben so viele schöne Dinge dort entdeckt, spannende Abenteuer erlebt und uns mit vielen wirklich netten Menschen dort unterhalten.
Wir waren eine gute Woche dort und haben die Zeit sehr genossen. Die Bay of Fundy und alle ihre Auswirkungen auf die Region waren super spannend. Die Tidal Bore, Magnetic Hill und auch der Zoo haben diesen Aufenthalt zu einem perfekten Stopp auf unserer Kanada Reise 2026 gemacht. Mein New Brunswick Reisebericht wird noch fortgesetzt, da wir in ein paar Wochen die Hauptstadt Fredericton besuchen werden.
Impressionen und Bilder von Moncton mit Familie
Aus über 2’000 Bildern habe ich dir die schönsten Schnappschüsse rausgesucht. Viel Spass und lass mir gerne einen Kommentar da, wenn dir der Beitrag gefallen hat.
































































































































